Abiturvorbereitung Biologie
kompaktes Wissen

Myelinisierung
Wie entsteht die Myelinschicht?
Ein Kapitel zuvor ( Neurologie 1.4 ) habe ich bereits eine spezielle Zellenform vorweggenommen, auf die ich im folgenden näher eingehen möchte, nämlich die Schwannsche Zelle.
Im Jugendstadium sind Neuriten von dieser Zellenform umschlossen ( auf den zweidimensionalen Schemazeichnungen erinnert das an die Endocytose ). Durch einen Zusammenstoß der Zellmembran entsteht eine Nahtstelle, welche auch im weiteren Verlauf fest mit der Axonmembran verankert bleibt. Die Schwannsche Zelle umwächst bzw. umwickelt das Axon in der Embryonalzeit mehrmals, schnürt es quasi ein. Weiterhin bleibt kein Raum für das Cytoplasma, so dass dieses "herausgedrückt" wird und sich im Restkörper der Schwannschen Zelle mit den restlichen Zellorganellen anlagert. Somit bleibt um das Axon herum eine lamellenförmig aufgebaute Membranschicht. Die einzelnen Membranschichten verschmelzen teilweise miteinander und bilden so die Isoliersubstanz Myelin ( daher heißt dieser Vorgang auch Myelinisierung ).
Da die Myelinisierung in der Embryonalentwicklung und den ersten 2 Lebensjahren stattfindet, spielt die Ernährung eine ausschlaggebende Rolle. In dieser Zeit besteht das Gehirnwachstum nur noch aus bloßer Substanzzunahme. Dendriten- sowie Neuritenverzweigungen und Myelinisierungsvorgänge bilden das "starke Wachstum", wodurch ausgewogene Ernährung und ausreichende Nährstoffversorgung für die weitere Entwicklung entscheidend sind. Unterernährung führt unter anderem zu weniger Neuritenverzweigungen. Insbesondere Kinder in Entwicklungsländern sind davon betroffen.
Da die Myelinisierung in der Embryonalentwicklung und den ersten 2 Lebensjahren stattfindet, spielt die Ernährung eine ausschlaggebende Rolle. In dieser Zeit besteht das Gehirnwachstum nur noch aus bloßer Substanzzunahme. Dendriten- sowie Neuritenverzweigungen und Myelinisierungsvorgänge bilden das "starke Wachstum", wodurch ausgewogene Ernährung und ausreichende Nährstoffversorgung für die weitere Entwicklung entscheidend sind. Unterernährung führt unter anderem zu weniger Neuritenverzweigungen. Insbesondere Kinder in Entwicklungsländern sind davon betroffen.
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2003-2006
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