Wirkungsmechanismen


Welche Mechanismen hat die Natur entwickelt?

Im Unterricht haben wir zwei Arten von Wirkungsmechanismen kennenlernen können. Zum einen die Wachstumsvorgänge. Verantwortlich für die langsam ablaufende Krümmung von Pflanzen zum Licht hin sind Wachstumsregulaturen ( benutzt besser den Begriff Phytohormone - kommt besser an ;-) ). Dazu gehören unter anderem Auxine, Gibberline und Cytokinine. Bei einseitiger Belichtung einer Pflanze, wenden sich die Blätter zum Licht. Das ist dadurch zu erklären, dass die Pflanzenhormone durch die Zellschichten zur Schattenseite "wandern". Die steigende Hormonkonzentration führt schließlich zu angeregtem Wachstum der Schattenseite, wobei die Richtung und Stärke der Krümmbewegung von der Hormonkonzentration abhängt. Zu hohe Konzentrationen bewirken das Gegenteil. Eine Wachstumshemmung tritt ein.

Schnelle Bewegungen, wie die Thigmonastie der Mimose sind auf den anderen der zwei Mechanismen zurückzuführen. Turgorbewegungen heißt das Stichwort. Diese sind osmotisch bedingt. Besondere Gelenkpolster an der Unterseite des Blattstiels weisen eine Besonderheit auf. Dort sind die Zellen relativ locker angelagert. Bei hohen Zellsaftkonzentrationen erfolgt eine Aufnahme von H2O durch die selektiv durchlässige Zellmembran, woraufhin der Zellinnendruck ansteigt. Durch Reize verliert die Membran vorläufig ihre Semiperneabilität. Dadurch treten in kürzester Zeit große Mengen Zellsaft aus, wodurch die gereizten Pflanzenteile einknicken. Die rückläufige Reaktion dauert bei der Mimose bis zu einer halben Stunde.
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