versuchsobjekt Nr.1: das Bakterium


Immer auf die Kleinen! :-)

Zuerst ein paar Worte zum grundlegenden Aufbau einer Bakterienzelle. Die nebenstehende Grafik des wohl am besten erforschten Bakteriums ‚Escherichia Coli' soll euch eine kleine Hilfe sein. Also, Bakterien sind einzellige Prokaryonten, deren Soma einfacher aufgebaut ist, als die von Eukaryontenzellen. So findet sich in einem Bakterium kein Nukleus; die DNS liegt als DNS-Ring frei im Plasma. Zudem findet man kleine Plasmide (ringförmige DNS). Ringförmig daher, da Bakterien nicht zu einem Ring zusammengeschlossene DNA abbauen. Die einzigen Zellorganellen sind Ribosomen, Einweißproduktionsstätten, die denen der Eukaryonten im Aufbau ähneln und Thylakoide, Vorläufer der Mitochondrien und Chloroplasten.
Eine Zellwand grenzt den Innenraum nach außen hin ab.

Aufbau eines Bakterium

Wie man sich denken kann, werden für molekulargenetische Experimente grosse Mengen der mikroskopischen Substanz DNA benötigt. Bakterien wie E. Coli vermehren sich auf geeignetem Nährboden rapide. Verständlich, wenn man weiß, dass die Generationszeiten ungefähr 20 Minuten betragen. Bei der Verdopplung von Bakterien wird die DNA verdoppelt und identisch auf beide Tochterzellen verteilt. Es entstehen also Klone. Bedenkt man jetzt noch, dass alle 20 Minuten aus einem Bakterium 2 werden, so kann man sich leicht vorstellen, was für eine reiche Population nach einigen Tagen besteht. Geht man von einem Ausgangsbakterium aus welches sich exponentiell vermehrt so stellt man fest: 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024, 2048, 4096, 8192, 16384, 32768, 65536, 131072, 262144, 524288. So, das sollte reichen. Nach nur ca. 6 Stunden hat die Kultur eine Bevölkerung von einer halben Million. Viel ne? Da kommt einiges an DNA zusammen.

Zudem besitzen Bakterien die Fähigkeit zur Transformation. Sie können also DNA- Bestandteile untereinander austauschen. Das bietet Forschern ein gutes Fundament zur Untersuchung über Aufbau und Wirkung von Erbanlagen.
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