Der » genetische Code «


Ab in die Kriminalistik!

Wie wir bereits wissen, enthält die messenger-RNA (okay, noch mal: m-RNA ist der Überträgerstoff der DNA) den Bauplan für ein Polypeptid (Protein bzw. Enzym). Während der Translation wird der m-RNA Einzelstrang durch Anlagerung komplementärer t-RNA's ergänzt und so gemäß der Bauanleitung ein Polypeptid aus Aminosäuren gebaut. Doch wie?
Wir wissen ebenfalls bereits, dass jedes Molekül t-RNA eine Aminosäure enthält. Die Aminosäuresequenz spezifiziert das Endergebnis. Diese Aminosäuresequenz wird durch die Basen- oder Nukleotidsequenz der m-RNA codiert. Der genetische Code ist die Übersetzungsformel. Er bestimmt durch welches Codon der m-RNA, welche Aminosäure codiert wird.

Insgesamt gibt es 20 Aminosäuren, wohingegen es nur 4 organische Basen (Thymin/Cytosin und Adenin/Guanin bei DNA, Uracil/Cytosin und Adenin/Guanin bei RNA) gibt. Daher codiert immer ein so genanntes Basentriplett (3 org. Basen) eine Aminosäure. Daraus resultiert jedoch, dass es 64 Basentripletts gibt (da 4³ = 64), allerdings nur 20 Aminosäuren. D.h. der Code ist redundant = mehrere Basentripletts codieren ein und dieselbe Aminosäure (Bsp.: Aminosäure Alanin codiert durch GCG, GCA, GCC, GCU). Zudem gibt es 4 Tripplets mit spezieller Funktion: AUG (Aminosäure Methionin) ist das Startcodon, welches den Startpunkt für die Übersetzung zum Protein bildet. UAA, UAG und UGA stehen nicht für Aminosäuren. Sie sind so genannte Terminations- oder Stoppcodons und signalisieren das Ende der Übersetzung. Eine Besonderheit ist die Universalität des genetischen Codes. D.h. spezifische m-RNA wird in den allermeisten Organismen unserer Erde zu demselben Polypeptid übersetzt.
Mit Hilfe der Codesonne kann man leicht Basen- in Aminosäurensequenz übersetzen. Gelsen wird sie von innen nach außen. Der Rest dürfte selbsterklärend sein.
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